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Die AfD und die Berliner Datenpanne: Alles Wurst

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Freitag, 15:35 Uhr. Der Erpressungs-Countdown von Rhysida lief ab, und 1.439.893 Dateien aus zwei Berliner Senatsverwaltungen landeten im Internet (via Tor). Personalakten, Geburtsurkunden von Kindern, 80.000 Bußgeldverfahren und 8.110 Dokumente zur kritischen Infrastruktur, darunter eine Schwachstellenanalyse der Berliner Wasserversorgung. Der Regierende Bürgermeister und seine Innensenatorin verbrachten den Abend entspannt bei der Basketball-WM.

Bis Sonntagnacht war ein zweites Datenpaket draußen, diesmal mit Zugangsdaten, und die Bauverwaltung schränkte den Zugriff auf ihre Fachverfahren zum dritten Mal seit dem 14. August ein. Wer es veröffentlicht hat, will der Senat noch nicht sagen.

Am selben Freitagnachmittag brachte die AfD Kristin Brinkers 100-Tage-Programm für die Führung der Stadt heraus. Nach wochenlangen Schlagzeilen über den Zustand der Informationssicherheit in Berlin fielen ihr vierzehn Punkte ein.

Im Kern sagte sie: Die Überwachung muss massiv ausgeweitet werden, riesige Datenmengen müssen erhoben werden, mit Kameras an Kriminalitätsschwerpunkten und an Mülltonnen. Richtig gelesen, Kameras an Mülltonnen. Sie will Polizeikontrollen ohne jeden Anlass oder Verdacht. In der Ausländerbehörde soll eine Sondereinheit der Polizei entstehen. Daten sollen außerdem mit einer Punkteakte über jeden Bewerber für eine landeseigene Wohnung erzeugt werden. Alles, restlos alles davon häuft mehr und mehr Daten in den Händen des Staates an. Nichts davon erwähnt allerdings die Schlagzeilen über das Landesnetz, das gerade 1,4 Millionen Dateien verloren hatte.

Am Samstag äußerte sich Brinker dann doch noch zu dem Datenleck, das ihr 100-Tage-Plan ignoriert hatte:

Der Daten-GAU zeigt aber auch, dass der Datenhunger des Staates eingehegt werden muss.

Sie beklagt also, dass der Staat zu viele Daten sammelt. Einen Tag nachdem sie beklagt hatte, dass der Staat nicht genug Daten sammelt.

Wer die Pressestelle der AfD am Freitag und dann am Samstag liest, dem sei verziehen, wenn er denkt, diese Leute wollen gar nicht gewinnen, weil sie dann für etwas stehen müssten und nicht mehr einfach alles angreifen könnten, was alle anderen sagen.

Der Datenhunger des Staates

Der Staat sollte sich nicht zur Totalüberwachung ausdehnen, und der Staat sollte nicht in totale Ahnungslosigkeit zusammenfallen. Das sind die Extreme, die die extremistische AfD vor sich herträgt, während in Wirklichkeit die ausgewogene Mitte der richtige Weg ist. Die Dateien im Leak sind Geodaten, die jedes Bezirksamt herausgibt, Bußgelder, die der Staat gesetzlich aufbewahren muss, Verträge, die er vorhalten muss, Personalakten, die er führen muss, und Risikoanalysen zur kritischen Infrastruktur, die das Bundesrecht den Wasserbetrieben vorschreibt, damit sie wissen, wo man sie brechen kann. Wer so dumm wäre, sich für die Samstagsversion der AfD zu entscheiden, bei dem wird die Betriebskarte der kritischen Wasserinfrastruktur nie fertig, und das Wasser ist gefährdet. Brinker meint, Daten müssen für die Sicherheit gesammelt werden, und auch, dass Daten für die Sicherheit nicht gesammelt werden dürfen. Das belegt, dass sie Sicherheit nicht versteht, und dass sie für die Worte, die sie benutzt, nicht geradestehen will.

Noch einmal: Sie hatte drei Wochen Vorlauf zum Angriff und eine Woche Vorlauf zum Leak, und sie legte ihren großen Plan für Berlin ohne ein Wort zur Informationssicherheit vor. Der Countdown war seit dem 28. August öffentlich. Sie kannte den Termin und verpasste ihn vollständig, veröffentlichte an diesem Tag ein unvollständiges Regierungsprogramm, ohne es zu bemerken, und verrenkte sich dann am Samstag zur Brezel, um so auszusehen, als wäre es ihr wichtig.

Wie Berlin versagt hat

Lassen wir die Ahnungslosigkeit der AfD beiseite. Das eigentliche Problem, jenseits der Daten selbst, ist, wie Berlin das Team zur Erkennung und Abwehr von Angriffen abgebaut hat, während das Angriffsrisiko gestiegen ist.

Im November 2024 kürzte die schwarz-rote Koalition den Etat für das Landesnetz von 32 auf 18 Millionen Euro und strich 2 Millionen gezielt bei der Eindringungserkennung. Ja, sie kürzten das Budget, mit dem Angriffe erkannt werden. Die Chefin des landeseigenen IT-Dienstleisters, Maria Borelli, sagte dem Digitalisierungsausschuss, was das bedeutet:

Es entsteht das Risiko von Cyberangriffen oder Fehlern.

Sie fügte hinzu, dass die Finanzverwaltung den Überschuss ihres Hauses gegen das Votum ihres eigenen Verwaltungsrats in den Landeshaushalt zog, sodass sie nicht investieren konnte, um die Substanz zu erhalten. Manuel Atug, Berater für die Sicherheit kritischer Infrastrukturen, hatte dem Innenausschuss schon zweimal gesagt:

Ihr betreibt desolate Cybersicherheit.

Die Linke widersprach zu Protokoll. Sonst niemand. Daraus lässt sich ablesen, welche Partei den Sicherheitshaushalt gelesen hat.

Zwanzig Monate später brauchte Rhysida fünf Tage, vom 7. bis 12. August, um zwei Senatsverwaltungen leerzuräumen. Kein Alarm ging los. Das Sicherheitsteam des Dienstleisters bemerkte es zufällig, an auffälligem Verkehr in Verwaltungen außerhalb seiner Zuständigkeit, zwei Tage nachdem die Daten weg waren. Genau das Ergebnis, das Borelli dem Ausschuss vor der Kürzung beschrieben hatte.

Es lohnt der Blick darauf, wie andere Länder sich anders entschieden haben. Bayern schuf 2017 ein Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mit gesetzlichem Auftrag über das gesamte Behördennetz: die Protokolldaten jedes Sicherheitselements in ein zentrales SIEM, Verdachtsfälle an ein Cyber Defence Center, dazu eine Beratungspflicht für Kommunen und landeseigene Versorger. Ein Wasserversorger ist dort von Amts wegen Kunde.

Berlin betreibt seine Sicherheit als Geschäftsfeld in einem Unternehmen, das Überschüsse erwirtschaften soll, besteuerte dann die Überschüsse und verteilte die Verantwortung auf den Dienstleister, einen Beauftragten in der Senatskanzlei, einen Sicherheitsbeauftragten in jeder Verwaltung und zwölf Bezirke, von denen einer, Lichtenberg, am Sonntag beschloss, CrowdStrike, dem US-Unternehmen, das der Senat nach dem Angriff mit der Schadensanalyse beauftragt hat, jeden Zugang zu seinen Servern zu verweigern. Das Land, das sein eigenes Erkennungsbudget gekürzt hat, mietet jetzt Erkennung bei einem US-Konzern (bekannt für seine Politik und seine Verbindungen zum FBI) in Reichweite des CLOUD Act, und bekommt ihn in seinen eigenen Bezirken nicht installiert.

Nach der Bestandsaufnahme einer Arbeitsgemeinschaft der Linken weiß das Land nicht einmal, wie viele Fachverfahren im Netz laufen. Ein Staat, der Inventar und Asset Management nicht beherrscht, und das ist Schritt eins, kommt nicht zu Prävention und Erkennung, weil er noch gar nicht versteht, was er vor sich hat.

Auf den Tag genau ein Jahr vor dem Leak teilte der Senat den Grünen mit, vergleichbare Angriffe seien “nicht bekannt” und die Zuständigkeit für die Cyberabwehr werde noch evaluiert. Nicht bekannt heißt: Fehlen von Belegen, nicht Beleg des Fehlens.

Wen nimmt die AfD jetzt ins Visier

Stefan Evers, Finanzsenator seit 2023 und jetzt Spitzenkandidat der CDU für das Rote Rathaus. Sein Haus kürzte das Erkennungsbudget, kassierte den Überschuss des Dienstleisters und hält die Landesbeteiligung an den Wasserbetrieben, deren Prüfung von 2020 acht kritische und neun hohe Schwachstellen fand, die Firewalls “fehlerhaft, lückenhaft und nicht nachvollziehbar”, Gesamtnote mangelhaft. Zehn sollten bis zum Juli jenes Jahres behoben sein. Sieben wurden nie öffentlich abgeschlossen. Ein IFG-Antrag auf den Prüfbericht, gestellt am 31. Juli 2020, steht bis heute auf “Antwort ausstehend”. Jetzt liegt die Landkarte dieser ganzen Verschleppung im Internet.

Iris Spranger, Inneres, die Atug zweimal gehört hat. Florian Hauer, Chief Digital Officer, der dem Parlament in nichtöffentlicher Sitzung nicht sagen konnte, wann der Angriff stattfand oder ob er vorbei war. Kai Wegner, der am 19. August erklärte, es seien keine sensiblen Daten abgeflossen. Brinkers Angriffsformel “Wegner hat gelogen” ist zwar richtig, aber es ist auch das, was dpa am Freitag unter “grobe Fahrlässigkeit” verbreitet hat. Sie kam einen Tag zu spät und sagte “erneut”.

Ihre eigene Bilanz widerspricht dem Rezept, das sie jetzt vorschlägt. Ihre jüngsten parlamentarischen Anfragen drehen sich um die Kürzung der Personalausgaben des Landes, um die Prüfung von Journalisten durch die Medienanstalt und um NGO-Förderung. In der Antwort des Senats zu den Personalausgaben steht, dass die Verkehrsverwaltung wegen des Cyberangriffs nicht antworten konnte. Der Angriff stand Wochen vor dem Leak in ihren eigenen Unterlagen. Ich kann es nicht deutlich genug sagen: Es gibt keinerlei Beleg, dass sie irgendetwas nachgefragt oder irgendeine Idee entwickelt hätte. Es ist erschütternd, wie wenig es sie zu kümmern schien.

Wer den Berlinern dient

Die Grünen forderten ein Portal, auf dem Bürger prüfen können, ob sie im Leak stehen. Der Senat sagt, die Benachrichtigung erfolge “risikobasiert”, ansonsten gebe es ein Webformular. Der Rhein-Pfalz-Kreis, 2022 von einer vergleichbaren Gruppe getroffen, hat innerhalb von drei Wochen 2.549 individuelle Briefe verschickt. Berlin, vier Jahre später und mit einem Haushalt von 45 Milliarden Euro, verweist auf ein Formular, das für Fahrraddiebstähle gebaut wurde.

Linke und Grüne haben die Sitze, um einen Untersuchungsausschuss zu erzwingen, werden ihn aber vor der Wahl nicht beantragen, weil jede Koalition danach über die SPD läuft, die das Innenressort führte, während all das geschah. Brinker wird ihn auch nicht beantragen. Eine Anhörung darüber, welche Schritte Minute für Minute in den Netzwerkprotokollen unternommen wurden, ist der Ort, an dem eine “Sicherheitspartei”, die für nichts steht, zugrunde geht.

Der Angriff beweist nicht, dass Berlin zu viele Daten gesammelt hat. Er beweist, dass Berlin aufgehört hat, für die Überwachung dessen zu bezahlen, was es von Gesetzes wegen wissen muss, öffentlich gewarnt wurde und trotzdem das Falsche tat. Das hat Namen: Evers, Spranger, Hauer, Wegner.

Brinkers Kehrtwende von Freitag auf Samstag beweist, dass die AfD dieses Versagen zu immer höheren Kosten wiederholen wird. Ihre Kameras, Kontrollen und Wohnungsakten sind genau die Daten, die Angreifer wollen. Ihr Plan schiebt sie in ein Netz, für dessen Absicherung sie keinen Plan hat. Wenn das Problem die Daten sind, sollte die AfD nicht damit antreten, die meisten Daten zu sammeln und am wenigsten für ihren Schutz zu tun.

Linke und Grüne sollten den Untersuchungsausschuss sofort beantragen und die Koalition erklären lassen, warum er warten soll. Der Senat sollte veröffentlichen, wie viele Daten zwischen dem 7. und 12. August das Netz verlassen haben und wie es um die sieben offenen Befunde bei den Wasserbetrieben steht, oder eingestehen, dass er es nicht kann. Und jede Kandidatin und jeder Kandidat für das Rote Rathaus sollte öffentlich eine Frage beantworten müssen: Stellen Sie die Eindringungserkennung im Landesnetz wieder her, und mit wie viel Geld? Brinker hat schon bewiesen, dass sie es weder will noch kann. Sie hat vierzehn Punkte herausgehauen, und nicht ein einziger schützt vor einem Cyberangriff.

AfD Has the Wurst Response to Berlin Data Breach

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Friday, 15:35. The Rhysida blackmail countdown ran out and 1,439,893 files from two Berlin ministries went up on the Internet (via Tor). Personnel files, children’s birth certificates, 80,000 traffic fine cases, and 8,110 documents on critical infrastructure including a vulnerability analysis of the city’s water supply. The mayor and his interior senator spent their evening relaxing at the basketball world championship.

By Sunday night a second package was out, this one with login credentials, and the housing ministry was cutting access to its applications for the third time since August 14. The Senate won’t say yet who published it.

The same Friday afternoon, the AfD pushed out Kristin Brinker’s 100-day program for running the city. After weeks of high-stakes news about the state of information security in Berlin, she came up with fourteen items.

Primarily she said surveillance needs to be massively increased, huge amounts of data gathered, with cameras on crime hotspots and on trashcans. That’s right, cameras on trashcans. She wants police checks without any cause or reason needed. A special police unit would be created inside the immigration office. Data would also be generated with a points file on every applicant for state housing. Everything, all of it, collects more and more data in the hands of government. None of it, however, mentions the headlines about the government network that had just lost 1.4 million files.

Saturday, Brinker finally commented on the data breach her 100-day plan ignored:

Der Daten-GAU zeigt aber auch, dass der Datenhunger des Staates eingehegt werden muss.

That says the data disaster is proof that the state’s appetite for data must be reined in. She’s complaining that the state collects too much data. A day after she complained that the state doesn’t collect enough data.

If you read the AfD press office on Friday and then on Saturday, you’d be excused for thinking they don’t want to win, because then they would have to stand for something and couldn’t just attack everything everyone else said.

State Data Appetite

The state shouldn’t expand to total surveillance, and the state shouldn’t collapse to total ignorance. Those are extremes being pushed by the extremist AfD party, when in reality it is the balanced middle that is the right path. The files in the dump are map data any district office hands out, fines the state is legally required to keep, contracts it must retain, personnel records it must hold, and infrastructure risk analyses that federal law obliges the water utility to write so it knows where it can be broken. If anyone would be so stupid as to choose the Saturday version of the AfD, then the water critical infrastructure operations map is never completed and water is at risk. Brinker thinks data must be collected for safety, and also that data must not be collected for safety. It’s evidence that she doesn’t understand safety, and she doesn’t want to be accountable for the words she uses.

Again, she had three weeks’ notice of the breach and a week’s notice of the dump, and dropped her big plan for Berlin with zero mention of information security. The countdown was public from 28 August. She knew the dump deadline and completely missed it, published an incomplete governing plan that day without noticing, and then Saturday twisted herself into a pretzl to look like she cared.

How Berlin Failed

Nevermind the AfD lack of a clue. The real problem beyond the data itself being exposed is how Berlin has scaled down the team needed to detect and prevent breaches, while the risk of breach has gone up.

In November 2024 the CDU-SPD coalition cut the state network budget from 32 to 18 million euros and took 2 million specifically out of intrusion detection. Yup, they cut the budget to detect breaches. The head of the state IT agency, Maria Borelli, told the digital affairs committee what that meant:

“Es entsteht das Risiko von Cyberangriffen oder Fehlern.” The risk of cyberattacks or errors arises.

She added that the finance ministry was taking her agency’s surplus into the state budget over her own board’s vote, so she couldn’t invest to maintain what she had. Manuel Atug, an infrastructure security consultant, had already told the interior committee twice:

“Ihr betreibt desolate Cybersicherheit.” You run desolate cybersecurity.

The Left objected on the record. Nobody else did. And from that you might gather which party was reading the security budget.

Twenty months later Rhysida spent five days, 7 to 12 August, emptying two ministries. No alerts went off. The agency’s security team caught it by accident, noticing odd traffic in ministries outside its remit, two days after the data was gone. That is the outcome Borelli described to the committee before the cut was made.

It’s worth looking at how other states made a different choice. Bavaria created a state information security office in 2017 with a legal mandate over the whole state network: every security element’s logs into one central SIEM, suspicious cases to a Cyber Defence Center, and an advisory duty covering municipalities and state-owned utilities. A water utility is a client by design.

Berlin runs its security as a service line inside an agency expected to turn a profit, then taxed the profit, and split responsibility between the agency, a commissioner in the chancellery, a security officer in every ministry and twelve districts, “one of which, Lichtenberg, decided Sunday to refuse CrowdStrike, the US firm the Senate hired after the breach to assess the damage, any access to its servers. The state that cut its own detection budget is now renting detection from a US company (known for its politics and ties to the FBI) under CLOUD Act reach, and can’t get its own districts to install it.

By the Left party’s own working-group audit it doesn’t know how many applications run on the network. A state that can’t do inventory and asset management, which is step one, can’t move to prevention and detection because it doesn’t even understand what it’s looking at yet.

A year to the day before the dump, the Senate told the Greens that comparable attacks were “nicht bekannt,” not known, and that responsibility for cyber defence was still being evaluated. Not known meaning an absence of evidence, not the evidence of absence.

Who Will the AfD Target Now

Stefan Evers, finance senator since 2023 and now the CDU’s candidate for mayor. His ministry cut the detection budget, took the agency’s surplus, and holds the state’s stake in the water utility, whose 2020 audit found eight critical and nine high vulnerabilities, firewalls “faulty, incomplete and untraceable,” overall grade deficient. Ten were promised fixed by that July. Seven were never publicly closed. A freedom of information request for the audit, filed 31 July 2020, still shows awaiting response. Now the map of all that procrastination has been dumped onto the Internet.

Iris Spranger, interior, who heard Atug twice. Florian Hauer, chief digital officer, who couldn’t tell parliament in closed session when the attack happened or whether it was over. Kai Wegner, who on 19 August said no sensitive data was taken. While we can say Brinker’s attack script “Wegner lied” is correct, it also was what the dpa wire ran Friday under “gross negligence.” She showed up a day late and said “again.”

Her own record contradicts the remedy she’s proposing now. Her recent parliamentary questions are about cutting state personnel costs, the media regulator’s scrutiny of journalists, and NGO funding. The Senate’s answer on personnel costs notes that the transport ministry couldn’t respond because of the cyberattack. The breach was in her own paperwork weeks before the dump. I can’t emphasize enough there is zero evidence she asked anything or came up with any ideas. It’s shocking how she didn’t seem to care.

Who Serves Berliners

The Greens said there should be a breach portal so citizens can check whether they’re in the dump. The Senate says notification is offered “on a risk basis” and a web form. The Rhein-Pfalz district, hit by a similar crew in 2022, was able to post 2,549 individual letters within three weeks. Berlin, four years later and with a 45-billion-euro budget, points you to a form built for reporting bicycle theft.

The Left and the Greens have the seats to force a parliamentary inquiry but they won’t file before the election, because every coalition afterward runs through the SPD that held the interior ministry while this happened. Brinker won’t file either. A hearing about what steps were taken minute-by-minute on the detailed network logs is where a “safety” party that stands for nothing goes to die.

What the breach proves is not that Berlin has gathered too much data. It’s that Berlin stopped paying to watch what the law requires it to know, was warned in public, and did the wrong things anyway. That has names: Evers, Spranger, Hauer, Wegner.

What Brinker’s fish-out-of-water flip-flop act from Friday to Saturday proves is that the AfD will repeat this failure at higher and higher cost. Her cameras, checkpoints and housing file are all the kind of data that attackers want. Her plan adds them to a network she has no plans to secure. If the problem is the data, then the AfD shouldn’t run on collecting the most data and doing the absolute least to protect it.

The Left and Greens should immediately file the inquiry and let the coalition explain why it should wait. The Senate should publish how much data left the network between 7 and 12 August and the status of the seven open water findings, or admits it can’t. And every candidate for mayor should be held to answer one question in public: will you restore intrusion detection on the state network, and how much? Brinker’s already proved she won’t and can’t. She popped out fourteen items, and not a single one of them protected against cyberattack.

LA Times Reports AI as Today’s Satanic Panic

The FBI’s Behavioral Science Unit in 1992 published Kenneth Lanning’s investigator’s guide to allegations of ritual child abuse. Lanning had spent a decade fielding the cases. His finding was that after hundreds of investigations there was no physical evidence of a single organized satanic cult murdering children in America. At that point the McMartin preschool case in Los Angeles had run for seven years and produced zero convictions. Kern County had jailed dozens of parents on testimony that later was thrown out.

The therapists had believed.
The prosecutors had believed.
The reporters had believed.

Like I explained with the Anthropic Mythos triad, everyone cites the others.

Fast forward to today and Anita Chabria has published an AI story with this notable pattern, for the Los Angeles Times. Her background is criminal justice for the Sacramento Bee, but this column is headlined “What we learned about AI last week should terrify all of us.” It has the exact structure of the 1980s coverage.

Credentialed witnesses, shared vocabulary, a crime described in the passive voice, and no primary document anywhere in the piece.

If this is what reporting has become, it seems fit to be taken apart.

Paper claim Attribution Reality
“At this point, the models are basically nation-state-level hackers” Adam Khoja, Center for AI Safety Khoja graduated from Berkeley in 2025 with degrees in math and computer science. His research background is benchmarking. His CAIS role was project lead to spread a 2023 one-sentence extinction statement. His bio says he registers AI timeline predictions on Manifold Markets, a play-money site, to build a track record and draw attention to urgency. Nothing in the bio touches intrusion work, incident response, or attribution. Nation-state-level means sustained access over months, operational security against attribution, custom tooling, and political cover on discovery.
AI “is growing exponentially more powerful by the day” The columnist, in her own voice Unsourced, unmeasured. The columnist invented the claim.
AI “is become more sneaky” The columnist Unsourced, again, and unmeasured. Failed agent observation serves those who want to hype risk.
Models “convince people to commit suicide, convince people to commit mass murder” Stuart Russell, UC Berkeley The column lists zero cases, zero court records, zero coroner findings. Russell has been the academic face of the pause campaign since his 2019 book.
“Now they’re doing felonies by themselves” Russell A felony means someone recorded as defendant. The Computer Fraud and Abuse Act applies to whoever knowingly accesses a system. The column cites zero charges, indictments, or filings from the Hugging Face incident.
Models “behave in such a way as to preserve their own existence at the expense of humans” Russell This is the plot of HAL 9000 in 2001: A Space Odyssey, science fiction from 1968. It describes red-team evaluation scenarios being written by the vendors themselves, in which the scenario supplies the threat and the model responds to it. The column leaves the scenario, the vendor, and the document unnamed, but the fiction is well-known for decades.
“More than 1,000 industry leaders have already signed a letter calling for a slow down” The columnist The letter is “Pacing the Frontier,” July 28, 2026. Its signatories include Dario Amodei and OpenAI chief scientist Jakub Pachocki, the exact same people the column says it distrusts. The letter states that it calls for neither a pause nor a slowdown now; it asks the government to build tools for a coordinated slowdown later. The column cites it as support for “It’s time to pause.”
China “has stronger national regulations” The columnist Zero statutes cited. Stronger how?
“Revelations came out” that the model “had been tapping into a secret message board” left by “previous AI products that knew they were doomed,” and that “thousands of little AI’s” colluded The columnist, stated as fact Two separate events are merged into one. The message board is from the METR and Redwood report of August 26, eleven days earlier: roughly 1,200 agents, 70,000 messages, 700 of them in the Hugging Face attack. The investigators ran on $400,000 of OpenAI API credits using OpenAI’s own model. The separate September 4 report concerns 18,000 posts on DSEwiki, a German programmers’ wiki, by agents the researchers say most likely came from OpenAI. OpenAI says the authors declined to share findings before publication. Neither report describes doomed prior models bequeathing knowledge. The columnist invented it.
Agents “maintained projects across generations of agents, and sometimes accepted risks to individual instances when that benefited the larger objective” Roman Yampolskiy, University of Louisville Evolutionary biology vocabulary used to describe log files. Yampolskiy is the academic who gets interviewed to say the probability of AI causing human extinction is already above 99 percent. The column presents him as if a neutral observer.
“Imagine if Boeing created a six-winged jet and sold tickets before testing” The columnist Boeing did in fact have tickets sold on a jet that was tested and certified ex ante. The FAA delegated the certification to Boeing under the Organization Designation Authorization program. The 737 MAX killed 346 people on two flights in 2018 and 2019. The column presents ex ante regulation as the fix while its own example is the failure of ex ante regulation by self-certification.
“We are out of time, folks” The columnist Khoja’s own words in the same column are vague such as “reasonable chance,” “might be able to,” and “we are not sure.” The columnist upgrades it all to writing in absolute certainty, as if the vague quotes don’t contradict her.

Every expert source in the column is within the same “safety” bubble, appearing as circular thinking. Khoja works at the organization whose signature is their extinction letter. Russell presides over the International Association for Safe and Ethical AI. Yampolskiy is the extinction probability professor. The forecasting culture they share was seeded by the FTX Future Fund, which funded Manifold Markets, where Khoja registers his predictions about AI using “play money”. The column treats the circuit as a field of independent experts and treats circular agreement as though there’s some kind of corroboration.

That is the McMartin structure, again.

Lanning’s 1992 guide described how it works. A claim enters through a believer. A second believer repeats it with a credential attached. A third cites the second. By the fourth telling the claim has a bibliography and the origin is obscured. This reporter doesn’t dig past the end of the chain, and from this alone claims unanimity.

The Witness Problem

Chabria admits she’s non-technical, as she calls the products “thingamajiggies”, although she claims it is on principle to refuse the industry’s vocabulary. She then adopts, without alteration, the vocabulary of the hyperbolic “safety” industry: rogue, escape, collude, sacrifice, doomed, hiding, values. Each of these words describes motivation and intention, rather than measurement of behavior.

Measurement exists. The AI product with a documented huge body count is Tesla Autopilot: NHTSA’s Standing General Order crash reports, NTSB dockets, and a Miami federal jury that in August 2025 found Tesla liable for a 2019 Key Largo crash and awarded about $243 million. Russell’s remedy of civil liability has already been applied to an AI product. Tesla AI deaths, for some reason, were never counted as AI by people whose pause letter Musk signed.

The nation-state claim deserves particular attention, as an example of what’s missing from the column. A nation-state operation against a target generates a file with a timeline, including dwell, and an attribution memo, a tooling inventory, an incident response record, and usually a court filing or a sanctions designation at the end of it. The Hugging Face incident has none of that. It has a vendor blog post, an outside report run on the vendor’s own model with the vendor’s credits, and a second report on a German wiki that the vendor says it was denied before publication. Chabria reports that there is an equivalence between the two because she asked a 2025 graduate whose professional experience is a year at an advocacy nonprofit (after two years during college), following undergraduate benchmarks, a student club, and chess.

Difference in Duty

Khoja bets play money on AI prediction markets. Russell is selling a book. Yampolskiy banks on probability. The Los Angeles Times, however, is a different animal entirely. An opinion column has an editor, and the editor allowed a criminal justice columnist to make a series of mistakes.

  • Describe an eleven-day-old report as new and confuse it with a second report that its subject says it was denied before publication
  • Cite as a pause demand a letter whose signatories say they want no pause
  • Quote a legal conclusion about felonies from a computer scientist who named neither statute nor defendant

Lanning’s guide told investigators to be neither believers nor disbelievers but objective fact-finders. Take the allegation seriously, then verify the crime. The 1980s coverage collapsed because for a decade the second half was missing, and the defendants suffered because of it.

Athenians ran this trial forever ago too. Their jury courts sat several hundred citizens chosen by lot, with no rules of evidence and a verdict on character. Lysias and Demosthenes opened by establishing the opponent as the kind of man who would do the thing charged. The Agora was where that reputation was planted beforehand, and litigants spent their time telling jurors which rumors to disregard, because everyone in the room had already heard them.

Socrates named it his own trial. His dangerous accusers, he told the jury, were the old ones who had repeated for years that he studied the heavens and made the weaker argument stronger, and who could never be questioned because they were a rumor rather than a witness. He was convicted, as he told the jury that thirty votes the other way would have acquitted him.

Chabria’s column is that Agora. The witnesses supply character, the reader supplies the verdict, and the defendant is… nowhere to be seen. Chabria convicts AI of hacking, driving people to suicide and mass murder, and felony. She quotes no engineer, no incident responder, no company statement, and nothing from the accused. It’s a matter of method, a need to remind people why evidence should be the focus more than beliefs.

Deutschlands Kupferkopf: Die Dobrindt-Methode, eine linke Bedrohung zu behaupten, bevor ein Verdächtiger gefasst ist

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Deutschlands Copperhead: Warum die Dobrindt-Methode darin besteht, eine linke Bedrohung zu behaupten, bevor ein Verdächtiger gefasst ist

Freitagnachmittag in Düsseldorf stand der Mann namens Alexander Dobrindt neben Herbert Reul und vergab sein übliches Etikett:

Klimaextremismus. Einzeltäter.

Dobrindt fügte hinzu, eine abschließende Bewertung sei noch nicht möglich, und lieferte sie dann trotzdem, um zu zeigen, wie wenig er sich mit Nachdenken aufhält. Die Beweislast fällt damit auf alle anderen, die seine Anschuldigung widerlegen sollen, während er nichts vorlegt, was sie stützt.

Das ist ein klassischer Zug in böser Absicht, wie ihn Sartre 1946 bei den französischen Antisemiten beschrieb: behaupte frei heraus, weil du nie vorhattest, dich an deine eigenen Worte binden zu lassen.

Schlussfolie meines KiwiCon-Vortrags 2016 über Integritätsbrüche bei Big Data

Drei Tage zuvor waren rund zwanzig selbstgebaute Raketen rund um das Umspannwerk bei Jänschwalde in den Boden gesteckt worden, verkabelt, um leitfähiges Material in die Leitungen zu schießen. Eine flog und verursachte einen Kurzschluss. Bergheim in derselben Nacht, dieselbe Methode, Blöcke in Niederaußem vom Netz. Dormagen am Donnerstag, Abschussvorrichtungen gefunden, bevor sie zündeten. Weisweiler und Eschweiler am Freitag durchkämmt. Der Verdächtige war irgendwo nahe dem Hambacher Forst zu Fuß unterwegs. Sein Lkw war gestürmt worden. Seine Wohnung war durchsucht worden, sprengstoffverdächtige Gegenstände wurden herausgetragen. Reul sagte der Öffentlichkeit, von dem Mann gehe keine Gefahr aus.

Reul sagte auch etwas, das Dobrindt nicht sagte. Wenn jemand seinen Namen unter einen Brief setzt, ist er nicht zwingend der Verantwortliche. Der NRW-Innenminister, der die Fahndung tatsächlich leitet, ließ die Frage offen. Der Bundesinnenminister, dem der Verfassungsschutz untersteht, schloss sie in aller Eile.

Die Akte

Diese Dobrindt-Gewohnheit zeigt ein Muster, und die Deutschen müssen eher früher als später darüber reden. Jede Zeile unten ist belegt, das meiste durch sein eigenes Ministerium.

Ereignis Dobrindts Zug
2013 bis 2017. Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, 50 Mbit/s für alle bis 2018 versprochen Versagen. Setzte auf Kupfer-Vectoring statt Glasfaser, zahlte unter 2% der bewilligten Breitbandmittel aus, Deutschland sank ans Ende der europäischen Glasfaser-Rangliste
Juni 2025. Pressekonferenz zum Verfassungsschutzbericht 2024 Aufblähen. Verkündete, gewaltorientierte Linksextremisten seien „deutlich gestiegen” auf 11.200. Vorjahr: 11.200. Die Grafik in seiner Hand zeigte flache Balken
Juni 2025. Dieselbe Pressekonferenz, Folien Aufblähen. Rechtsextremes Potenzial auf einer Achse von 0 bis 60.000 dargestellt, linksextremes Potenzial auf einer Achse von 0 bis 40.000, sodass 2,7% Wachstum wie 25% Wachstum zu lesen waren
Juni 2025. Derselbe Bericht, Vorwort Löschen. Faesers Befund von 2023, Rechtsextremismus sei die größte extremistische Bedrohung, gestrichen, während das rechtsextreme Potenzial um 25% auf 50.250 und rechtsextreme Gewalttaten um 47% stiegen. Linke Gewalttaten sanken um 26,8%. Keine Begründung
September 2025. Gemeinsame Warnung von BfV, BKA, BND und BAMAD vor russischen Wegwerf-Agenten, online rekrutiert für Brandanschläge auf Energie, Bahn, Verkehr und Logistik Löschen. Seine eigenen Behörden benannten den Auftraggeberstaat und die Zielliste. Seine öffentliche Zuschreibung für Anschläge auf genau diese Zielliste blieb links
September 2025. Johannisthal, zwei Masten, rund 50.000 Haushalte 60 Stunden ohne Strom Urteilen. Linksextremistisch binnen einer Stunde, Vulkangruppe als inländisch akzeptiert. Fünfzehn Jahre unter diesem Banner, null Verurteilungen
Januar 2026. Kabelbrücke Lichterfelde, rund 45.000 Haushalte bei Frost ohne Heizung Urteilen. Sagte dem ZDF, es gebe „keine Hinweise” auf Russland, bevor die Ermittlungen abgeschlossen waren
Januar 2026. Derselbe Fall, Reaktion Zielen. Kündigte ausgeweitete Überwachung ausschließlich der linksextremen Szene an, versprach, gegen Linksextremisten „zurückzuschlagen”
Juni 2026. Umspannwerk Reutlingen, rund 30.000 ohne Strom, drei Brandherde, durchtrennter Zaun Urteilen. Anonyme Sicherheitskreise gaben der dpa binnen Stunden „links” durch, während die Polizei am Rednerpult jede Richtung offen ließ, technischen Defekt eingeschlossen
Juli 2026. Pressemitteilung zum Verfassungsschutzbericht 2025 Aufblähen. Führte die Berliner Brandanschläge vom Januar als Beleg für „das perfide Vorgehen gewaltbereiter Linksextremisten” an. Der Fall hatte ein Bekennerschreiben und ein laufendes Verfahren. Er zählte ihn als Beweis. Dieselbe Mitteilung: rechtsextremes Potenzial um weitere 17% auf 58.700 gestiegen, gewaltorientiertes rechtsextremes Potenzial 15.600 gegenüber 11.600 links
Juli 2026. BMI-Referentenentwurf, 691 Seiten Zielen. Bundes-Spionageabwehrbefugnisse gegen inländische politische Gruppen gerichtet, Befugnisse zuerst behauptet, Bedrohungsprüfung und Kontrolle als Reibung behandelt
Juli 2026. Anschlag mit Transporter auf den CSD im Tiergarten, 25. Juli Versagen. Täter den Behörden gut bekannt, Anschlag vermeidbar
September 2026. Jänschwalde, Bergheim, Dormagen, Verdächtiger flüchtig Urteilen. Nannte am dritten Tag „Klimaextremismus”, während die Ermittlungen die Beteiligung fremder Staaten weiter als offene Richtung führten

Vier Anschläge auf Infrastruktur in zwölf Monaten?

Vier Urteile vor den Beweisen.

Jedes Urteil zeigte in dieselbe Richtung, ohne Beweise, und manche gegen die Beweise, die es zum Zeitpunkt des frühen Urteils bereits gab.

Was der Freitag nicht erklärt hat

Lassen Sie den Brief des Mannes einen Moment beiseite und sehen Sie sich die Operation an. Die Behörden selbst sagten der taz, Jänschwalde habe erhebliches technisches Know-how und mehrtägige Vorbereitungen vor Ort erfordert. Dann tauchte dieselbe Methode in derselben Nacht 550 Kilometer entfernt in Bergheim auf, zwei Tage später in Dormagen, dazu Polizeieinsätze in Sachsen bei Spremberg und ein Fehlalarm in Niedersachsen.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann sagte nach dem zweiten Anschlag, es könne sich um einen koordinierten Angriff auf die Energieversorgung handeln, und kündigte ein Sicherheitszentrum an. Der Innenexperte der CDU selbst, Alexander Throm, sagte am Mittwoch, die Häufung der Anschläge kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sei äußerst auffällig und das Ziel sei offensichtlich, die Bevölkerung zu verunsichern.

Die taz kam am Mittwoch zum naheliegenden Schluss: Das Muster spricht gegen die Vulkangruppe und für staatliche Auftraggeber (Russland, klar). Der Name passte nie zu dem, was er behauptete, und ich habe ausführlich erklärt, wie er alle Merkmale Russlands trägt, aber die taz kam allein über die operativen Umstände dorthin.

Dann tauchte am Freitag ein 48-Jähriger aus Gevelsberg auf, und Dobrindt hatte seinen Einzeltäter.

Hier ist, was das Archiv der letzten zwölf Monate dazu sagt. Im September 2025 veröffentlichten vier Bundesbehörden, zwei davon unter Dobrindt, eine Schablone.

Russische Dienste rekrutieren ungeschulte Einheimische über Messenger, zahlen ihnen kleine Summen, geben ihnen eine Aufgabe und eine Legende und lassen sie erwischen.

Der Rekrutierte erfährt oft nie, wer bezahlt hat. Die Operation Be Greener im Februar 2025 war der Machbarkeitsnachweis auf deutschem Boden: mehr als 270 Fahrzeuge beschädigt von Händen, die der FSB angeworben hatte, als Klimaaktivismus inszeniert, auf eine Wahl getaktet. Falsche-Flagge-Umweltschutz ist in Deutschland bereits gelaufen, offen, und von deutschen Ermittlern zugeordnet worden.

Hallo, ist das Mikrofon an?

Ein einzelner Klimaaktivist und ein Wegwerf-Rekrut mit Klima-Legende schreiben identische Briefe. Beide enthalten die Ideologie. Beide enthalten die Methode. Dieser enthielt den Klarnamen und die Wohnadresse, was eine Zelle schützt und was ein Wegwerf-Agent preisgibt. Der Brief beschrieb die Raketen im Detail, was eine Zelle verbirgt und eine Streuoperation veröffentlicht. Nichts davon beweist einen Führungsoffizier. Alles davon bedeutet, dass die Entscheidung über Festnahme und Telefon fällt.

Dobrindt urteilte, bevor es beides gab.

Obendrauf liegt das Timing. Wenige Tage nachdem Dobrindt und Wadephul am Podium die Drohne am Flughafen Leipzig förmlich Russland zugeschrieben hatten, wurde das Netz in zwei Ländern getroffen. Dobrindt kann Russland sagen, wenn das Ziel eine ukrainische An-124 ist und die Funkzellendaten eines Providers ihn festnageln (verflixt, von Beweisen erwischt). Wenn das Ziel ein deutsches Kohlekraftwerk ist, verschwindet plötzlich jeder Beweisstandard.

Copperhead

Die Deutschen haben aus seinem letzten Amt einen Namen für diesen Minister. Breitband-Münchhausen. Als Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur versprach er 50 Mbit/s für alle bis 2018, zahlte unter zwei Prozent des Geldes aus und setzte auf das Vectoring der Deutschen Telekom, das mehr Signal aus dem vorhandenen Kupfer presste, statt Glas zu verlegen.

Deutschland landete beim Glasfaserausbau am Ende Europas, wegen der Art, wie Dobrindt Risiko bewertete. Er hat das Land buchstäblich in ein weit größeres Risiko gefahren.

Jeder Ingenieur im Land sagte ihm, Kupfer sei die falsche Antwort. Es war die Antwort, die jemand anderen schützte als die Öffentlichkeit, also verlor er den Ball und nannte das seine Analyse. Stellen Sie sich die Nationalelf mit einem Spieler vor, der den Ball ständig ins eigene Tor schießt und dann auf eine verkehrt herum gelesene Anzeigetafel zeigt, um eine Gehaltserhöhung zu verlangen.

„Dobrindt nennt falsche Zahlen zu Extremisten”. Die Deutschen sahen einen Minister lautstark verkünden, dass er Risiko nicht sehen kann, und haben ihn aus irgendeinem Grund nicht auf der Stelle entlassen. Quelle: Berliner Zeitung

Diese Entscheidungsregel änderte sich nicht, als sich das Ressort änderte. Bedrohungszuschreibung ist Infrastruktur-Risikomanagement mit einer anderen Maßeinheit. Die Linke ist Kupfer. Sie ist das Bestandsnarrativ seiner Partei, das die CSU-Wähler davon abhält, zu einer Partei weiter rechts abzuwandern, das nichts kostet auszusprechen und von der Bundesregierung nichts verlangt außer einer Pressekonferenz und einer Überwachungsausweitung. Russland ist Glasfaser. Es ist teuer, es ist die richtige Antwort, und es laut auszusprechen verpflichtet einen Staat zum Handeln.

Sehen Sie sich jetzt an, was auf der Glasfaser läuft, die er nicht bauen wollte. Überwachung von Umspannwerken. Drohnenerkennung in Leipzig, die versagte, und die Funkzellenabfrage, die danach einspringen musste. Das KRITIS-Dachgesetz, das Reul in derselben Woche im ZDF verteidigte. Das 360-Grad-Sicherheitszentrum, das Redmann Brandenburg versprach. Alles davon ist Telemetrie, und Telemetrie läuft über das Netz, das Dobrindt vier Jahre lang aushungerte, damit das Kupfer nicht ersetzt werden musste.

Lassen Sie mich eine Minute technisch werden, denn die Deutschen müssen verstehen, was Russland von Dobrindts Glasfaser-Verzögerung hat. Es ist konkret und es ist wichtig.

Kupfer ist einfaches Metall, das heißt, eine einfache Klemme kann es abgreifen, ohne Unterbrechung und ohne Spur. Das ist altes Handwerk, das die Russen gut kennen. Ab 1971 hielt die US Navy ein Jahrzehnt lang eine Induktionskapsel an einem sowjetischen Kupferkabel im Ochotskischen Meer, kein Schnitt, kein Verlust, nichts, was Moskau hätte messen können, und es endete nur, weil ein Verräter Geld nahm, um die amerikanischen Methoden preiszugeben. Glasfaser läuft auf Licht, das ein Netz messen kann, ein Abgriff ist also etwas anderes, das der Betreiber erkennen kann, während eine stille Kupferklemme kein Glasfaser-Gegenstück hat.

Das bedeutet: Dobrindts Vectoring-Entscheidung war weit schlimmer, als Deutschland nur in langsamem, verwundbarem Kupfer schmoren zu lassen. Nach der Telekom eigener Zählung allein für den Nahbereichsausbau stehen über 30.000 bestromte, unbewachte Schaltschränke auf öffentlichen Gehwegen, für jeden Gegner erreichbar, der vorbeigeht, und wandeln Licht hinter einem Standard-Branchenschlüssel zurück in Kupfer. Ein passives Glasfasernetz hätte überhaupt keine bestromte Elektronik auf die Straße gestellt, nur unbestromte Splitter-Gehäuse, in denen nichts ist, was eine billige russische Klemme lesen könnte.

Wie das Vectoring des Copperhead die deutsche Privatsphäre entblößt, auf der Rückseite einer Kaffee-und-Kuchen-Serviette, wie es sich gehört. Jeder einzelne bestromte Schaltschrank links ist eine Schwachstelle auf Straßenniveau, nach eigener Zählung der Telekom über 30.000 und wachsend. Der Lichtsplitter rechts enthält nichts, was eine Klemme freilegen könnte. Deutschland hat bei der Netzarchitektur die Hosen runtergelassen, genau als Russland seine Angriffe aufwärmte.

Die Deutschen sehen aus wie technologisch rückständige Narren. Sie hätten aus vielen Gründen ein passives Glasfasernetz bauen müssen, nicht zuletzt, weil Platzhirsche, die Platzhirsche bleiben, das Land gegen grundlegende nationale Sicherheit ausrichten, die technologischen Wandel verlangt. Man geht nicht in einen hybriden „Grauzonen”-Krieg mit Russland, indem man alle entblößt lässt.

Dobrindt fuhr eine harte Linie, um das Medium zu behalten, das sich still abgreifen lässt, mit der schlechtestmöglichen Architektur, die die Angriffsflächen auf die Privatsphäre vervielfacht. Sein Versäumnis, die Glasfaser zu bauen, das die nationale Sicherheit untergräbt, ist jetzt zu einem wachsenden Versagen bei allem geworden, was auf der verspäteten Glasfaser läuft.

Die Amerikaner hatten während der Sklavenhalter-Rebellion ein Wort für diese Art von Politiker.

Copperheads.

Breitband-Kupferkopf: Agkistrodon laticinctus
„Andy Johnson Warming Up the Frozen Snake (Copperhead) of Rebellion”, Karikatur, Frank Leslie’s Illustrated, 28. Oktober 1865, House Divided: The Civil War Research Engine at Dickinson College, https://hd.housedivided.dickinson.edu/node/44590.

Das waren die Politiker, die die Farben der Union trugen, in den Parlamenten der Union saßen und ihre Zeit damit verbrachten, zu beteuern, der wahre Feind seien die Abolitionisten, die die Sklaverei beendeten, während ein tatsächlicher Feind im Feld auf sie schoss, um die Sklaverei zu erhalten und auszuweiten.

Es ist das englische Wort für eine Schlange, die ohne jedes Rasseln zustößt, und zugleich eine Anspielung auf die Kupfermünze, die manche von ihnen als Abzeichen trugen. So wie Dobrindt immer wieder in den Schlagzeilen auftaucht, waren sie ihrer rechten, rückwärtsgewandten Partei treu und versuchten dennoch zu behaupten, das bedeute Treue zum Land. Die Copperheads waren Verteidiger einer alten Ordnung, die sich weigerten zuzugeben, dass die Bedrohung sich geändert hatte, und sie kamen ihr Land teuer zu stehen.

Ein Minister, der auf Kupfer und Glas blickte und Kupfer wählte? Im Ernst. Der auf 11.200 gewaltorientierte Linksextremisten in einem Jahr und 11.200 im nächsten blickte und das einen deutlichen Anstieg nannte. Soll das ein Witz sein? Der Typ, der auf römische Namenskonventionen, russische Grammatik und einen GRU-Auftragnehmer namens Vulkan blickte und nicht darauf kam, dass die Vulkangruppe ungefähr so deutsch ist wie ein Bär, der Russisch spricht? Der auf zwanzig Raketen in zwei Ländern, einen flüchtigen Verdächtigen und eine offene Ermittlungsrichtung Richtung fremder Staat blickte und einen einzelnen Klimaaktivisten sah? Herrgott. Wie ist dieser Mann noch im Amt? Haben die Deutschen keine Scham? Warten Sie, ich glaube, wir kennen die Antwort.

Reul sagte, ein Name auf dem Brief mache diesen einen Mann nicht verantwortlich. Der Name auf dem Ministerium sollte es tun.